Die Preußen und der Tabak
Oder warum wir kein Club sind, sondern ein Colleg !

Mit seiner Selbstkrönung zum "König von Preußen" nutzte Kurfürst Friedrich III. 1701 die Gunst der Stunde. Der Regent hat sich dann in einem traditionellen "Tabakscollegium" getroffen, um sich zu beraten und zu entspannen. Das zeigt ein Gemälde von Paul Carl Leygebe, um 1710.
Rauchen war Pflicht, "in Meinung, dass der Gebrauch des Tabaks gegen alle böse Luft gut sei", wie König Friedrich sagte. Der Soldatenkönig versammelte um sich regelmäßig eine Männerrunde aus Militärs, Gesandten, interessanten Durchreisenden und sogenannte "lustigen Räten", also Gelehrten, die arbeitslos waren und sich so neue Beschäftigung suchten.
Aber auch hart konnte er sein. Fehlleistungen von Beamten wurden regelmäßig bestraft, dafür gab es einen Strafenkatalog. Dieser ging von Entlassung und Bußgeldern bis hin zum Schadensersatz. Den ostpreußischen Kriegs- und Domänenrat Albrecht Ernst von Schlubhut, der der Unterschlagung überführt wurde, ließ der König am Arbeitsplatz in Königsberg aufhängen. Eine schlimmere Form der Abschreckung ist kaum vorstellbar. Da denke man heute an die Beamten und die Banken................

                  
                       

Warum es keine Rauchwaren für Tabakliebhaber gibt

Rauchwaren haben leider nichts mit Rauchen zu tun. Rauchwaren sind nämlich  zugerichetete, dass heißt zu Pelzen veredelte Tierfelle.
Die Bezeichnung leitet sich von dem Adjektiv "rauch, rau" ab, das soviel wie "behaart, zottig" bedeutet. Der Begriff ist in dieser Bedeutung ab dem 16. Jahrhundert nachweisbar.
Die Pelzveredelung macht die Felle haltbar und für den Kürschner verarbeitungsfähig. Rauchwaren stellen somit das Ausgangsmaterial für Pelzgegenstände dar. 90% der Menschen in diesem Land hätten es eher dem Tabak zugeordnet, als der Pelzverdedelung.
Dagegen hat Rauchwerk sehr wohl etwas mit Tabak zu tun. Hier ist alles damit gemeint, was überhaupt mit Tabak in Verbindung gebracht werden kann. Von der Pfeife bis zum Kautabak.


                

             
Shortfiller - Die Arbeiterzigarre - Konstante Qualität

Bünde war und ist die deutsche Zigarrenhauptstadt. In der Blütezeit haben hier mehr als 10.000 Menschen Zigarren gerollt. Das geschah meist in Heim- und Handarbeit. Denn vor dem zweiten Weltkrieg gab es ein Maschinen-verbot, damit die Menschen weiterhin Arbeit hatten. Dieses Gesetzt galt bis 1956!
Vor über 70 Jahren gab es im Großraum  Bünde noch über 258 Zigarren-fabriken. Heute produziert hier nur noch August Schuster und von seinen einst 1000 Mitarbeiter sind heute noch noch 40 geblieben.
Man bedenke, dass die Longfiller im deutschen Lande nahezu unbekannt waren und sie langsam aber stetig Anfang der sechziger Jahre nach Deutschland kam. Der Boom kam dann in den neunziger Jahren, als die große Zigarrenwelle aus den USA nach Deutschland überschwappte......
Shortfiller bieten immer konstanten Genuß, sind leicht zu händeln, weil sie schon angeschnitten sind und sie brauchen keinen Humidor, wo sie aufbewahrt werden müssen. Praktisch - einfach - und trotzdem ein guter Genuß.